Pilot-Schnellcheck: Charmed (2018) | SERIEOUS.de

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Ohohoho, ich sehe euch schon mit den Augen rollen. Charmed Reboot? Und sowas schaust du? Ehrlich gesagt war ich natürlich sehr skeptisch, als ich gehört habe, dass Charmed ein Reboot bekommt. Aber wie es immer so ist, manchmal wirds Zeit und manchmal verliert es sich sowieso in der Serienlandschaft. Es ist zwar immer schade, wenn man sich einfach an Namen und Handlungssträngen orientiert und dadurch wieder aktuell werden will, aber manchmal nutzt man nur die Vorlage und erschafft etwas eigenens. Ein Beispiel könnte Buffy werden, hier überlegt man sich, die Serie fortzuführen anstatt zu rebooten. Aber egal, hier geht es um Charmed.

Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter, sind die beiden Schwestern Mel und Maggie am Boden zerstört. Ungewöhnliche Umstände lassen die Schwestern daran zweifeln, dass es sich beim Tod um einen Unfall gehandelt hat. Drei Monate später stellen Mel und Maggie auch noch fest, dass sie eine ältere Halbschwester haben, Macy. Nachdem die Schwestern zum ersten Mal unter einem Dach sind, zeigen sie unerwartet neue magische Fähigkeiten. der älteste Macy erhält die Kraft der Telekinese, die mittlere Schwester Mel kann die Zeit einfrieren, und die jüngste Maggie kann die Gedanken der Menschen hören. Bald darauf sammelt ihr Whitelighter – ein Berater, der Hexen schützt und führt – Harry – alle drei Schwestern und offenbart ihnen, dass sie Hexen sind, genau wie ihre Mutter. Marisol hatte die Kräfte ihrer Töchter gebunden, als sie geboren wurden, um ein normales Leben zu führen, und war gerade dabei, diese Kräfte in der Nacht, in der sie ermordet wurde, zu lösen. Die Schwestern akzeptieren schließlich ihr neues Schicksal als The Charmed Ones, das mächtigste Trio der Hexen, die Unschuldige schützen und übernatürliche Dämonen besiegen.

Also ich muss sagen, ich bin gehookt. Charmed ist albern und cool zugleich. Es ist kein Meisterwerk und kann sicherlich nicht mit anderen Serien in der heutigen Zeit mithalten, dafür gibt es einfach zu viel gut produzierte Alternativen. Aber es macht Spaß. Die Charaktere sind sympathisch, die Effekte gar nicht mal so schlecht und die “Cheesigkeit” hält sich auch in Grenzen. Was mir wirklich sehr gut gefällt ist der Bezug ins Jahr 2018. Anstatt sich an alten Klischees zu bedienen, und eine Serie zu machen, wie Sie auch vor 20 Jahren hätte gemacht werden können, projiziert man das Geschehen in die aktuelle Zeit, sowohl äußerlich als auch inhaltlich.

Ich vergleiche nie gern Serien miteinander, weil das einfach kaum möglich ist, aber wenn ich Charmed einordnen würde, dann zwischen der Albernheit von The Flash (2014) und der Düsterheit von Supernatural (2005). Ich hoffe es entsteht eine neue kleine Hexenserie mit vielen interessanten Charakteren, coolen Twists und lustigen Momenten. Ich hab Lust auf mehr und bin gespannt was uns noch alles so erwartet.