Der abhängige Serienblog

17 + = 25

MV5BMTA4ODE4NjA5ODleQTJeQWpwZ15BbWU4MDUxMTQ0NTYx._V1_SX300 // SERIEOUS   Der abhängige Serienblog
Limitless (2015–2016)
42 min|Comedy, Crime, Drama|22 Sep 2015
7.8Bewertung: 7.8 / 10 von 48,911 Nutzern
Die Serie Limitless ist eine TV-Adaption des gleichnamigen Kinofilms, in dem der erfolglose Autor Brian Sinclair im Zentrum steht. Dank der experimentellen Droge NZT kann er sein volles Potential ausschöpfen und unsagbar erfolgreich werden. Dies bringt natürlich auch seine Schattenseiten mit sich. In der Serie, die nach den Ereignissen des Films angesiedelt ist, wird Sinclair dann wöchentlich Fälle für das FBI lösen...

Die Serienlandschaft hat sich in den letzten Jahren sehr geändert, seien es Reboots, Sequels, große Produktionen von Sendern oder VOD-Anbietern oder Adaptionen von Filmen. Gerade letzteres hat zur Zeit Hochkonjunktur: From Dusk Till Dawn, Fargo, Twelve Monkeys, Minority Report und viele Andere fallen über uns her.Man schaut natürlich auch mal rein, obwohl man weiß, dass es nur in die Hose gehen kann. Gerade populäre und gute Filme werden am Laufband umproduziert. Ich kann die Produzenten verstehen: Ein guter Film macht eine erfolgreiche Serie. Pustekuchen! Viele der Neuauflagen sind einfach nur schrecklich, aber die Frage dabei ist eigentlich, sollte man beides miteinander vergleichen oder einfach als eigenständige Produkt mit bekanntem Namen. Bei Hannibal zum Beispiel werden eher die Bücher adaptiert, als die Filme. So sollte man nicht die Serie mit den Filmen vergleichen, aber wer nimmt es einem übel, bei der guten Vorlage? Ein gutes Gegenteil dazu ist Minority Report – also so viel Müll habe ich lange nicht mehr gesehen. Nicht nur, dass die Story nur um Ansatz mit dem Film zu tun hat, so ist die Weiterführung des Films auf unoriginelle Art und Weise zum Scheitern verdonnert. Man kommt also eigentlich nicht drum herum, eine Parallele anzusteuern. Aber ob der Film eine Weiterführung zulässt, die Story neuinterpretiert wird oder man sich einfach eines Namens bedient und am Ende nur hofft, dass alles gut wird – es gibt auf alle Fälle Serien, die es gut machen. Eine davon ist Limitless, etwas, dass ich euch wirklich ans Herz legen möchte.


Limitless ist, wie der Name schon sagt, die Adaptierung des gleichnamigen Filmes von 2011 mit Bradley Cooper. Ich weiß nicht, woran es genau liegt, dass Limitless es verdient hat mehr beleuchtet zu werden, am Film oder an der Serie. Versteht mich nicht falsch, der Film war …. ok, nicht mehr und nicht weniger. Die Story ist interessant, der Cast ist gut und Spaß macht er auch. Und genau da knüpft die Serie an. Da der Film nicht wirklich abgeschlossen ist, und man hier nicht versucht die gleiche Geschichte nochmal zu erzählen, entsteht ein Konstrukt was sich selbst hält. Es wird Bezug genommen und auf eine unterhaltsame und bekannte Art weitergeführt. Es ist jetzt nichts innovatives, aber genau das, was, mir zumindest, gerade gefehlt hat. Eine lustige und spaßige Krimiserie, die sich selbst nicht zu ernst nimmt, aber es trotzdem schafft Spannung aufzubauen.



Schon in der ersten Folge taucht Bradley Cooper (oho Spoiler) auf und stellt die Verbindung zum Film her. Das wars dann auch, alles andere spielt im eigenen Universum ab und wird immer mal wieder zurückgeholt um eventuelle Zuschauer wieder an die kurze Leine zu nehmen oder um den „großen“ Plot zurück ins Gedächtnis zu holen. Es ist zwar ganz gut, dass dies immer mal wieder passiert, meiner Meinung nach, muss das aber gar nicht so sein. Die Hauptstory funktioniert auch ganz gut von alleine.



Was die Serie weiterhin zu einer der wichtigen Serien in ihrer Kategorie macht sind die Schauspieler. Einige kommen einem natürlich immer mal wieder bekannt vor, aber den Hauptdarsteller kannte, ich zumindest, noch nicht. Dafür freue ich mich umso mehr, dass Jennifer Carpenter (Dexter) wieder im Fernsehen zu sehen, und auch Quinn taucht manchmal auf. Fehlt nur noch, dass Dexter himself mal ins Büro schaut (höhö.) Aber die Chemie zwischen den beiden Protagonisten ist einfach klasse. Dazu kommt, dass die Serie das komplette Spektrum am Nerdsein abdeckt.

Brian Finch ist ein ganz normaler Typ, der einfach noch nicht wirklich erwachsen werden will (aber was heisst das auch schon) – man würde sagen, er kommt nicht auf sein Leben klar. Wie im Film, ändert sich dies aber, sobald er die Wunderdroge NZT bekommt. Diese wird sein leben auf eine art und weise ändern, die er nicht für möglich gehalten hätte. Wir kennen alle den Plot (oder auch nicht) – Nebenwirkungen und Kriminalität. Hier kommt Bradley Cooper ins Spiel, der den Protagonisten eine Möglichkeit bietet, weiterhin NZT zu nehmen, ohne die negativen Begleiterscheinungen. Alles was er dafür tun muss ist sein neuen Job beim FBI als Berater, zu nutzen um interne Informationen zu NZT weiterzuleiten. Nun steht Brian morgens also auf, schluckt seine Pille und hilft dem FBI bei Fällten und muss nebenbei noch als Spion agieren. Story told. Alles was nun drumherum passiert – die Beziehung von Brian zu Rebecca, die Droge als solches, die Zusammenarbeit mit dem Senator und seine persönlichen Probleme – machen Limitless zu einer gut funktionierenden und amüsanten Abendunterhaltung.



Somit reiht sich Limitless in die Reihe von Psych oder The Mentalist ein, ist aber etwas moderner. Auch hier wird beobachtet, analysiert, geschlussfolgert und gehandelt. Obwohl ich nie ein großer Fan von solchen Serien war, habe ich hieran Geschmack gefunden. Für mich hat Limitless mehr Pepp, mehr Witz und Spaß an der Sache.

Wer also noch nie von Limitless gehört hat oder aus Prinzip solche Serien meidet, sollte sich mal den ein oder anderen Ruck geben, und sich die ersten Folgen anschauen. Wer dabei kein Spaß hat, sollet lieber in den Keller. Ich hoffe sehr, dass die Serie großen Anklang findet und weitergeführt wird, und dafür der ganze andere Scheiß ein Ende hat.



Kennt ihr noch Filmadaptionen (außer Fargo – ja ich weiß, sie soll gut sein, aber ich kam noch nicht dazu!) die ihr jemanden empfehlen würdet?

Meine Wertung
3.8Gesamtpunktzahl
Leser Bewertung 0 Stimmen