Der abhängige Serienblog

− 4 = 3

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Person of Interest (2011–2016)
43 min|Action, Crime, Drama|22 Sep 2011
8.5Bewertung: 8.5 / 10 von 140,982 Nutzern
Der mysteriöse Milliardär Mr. Finch hat ein Computerprogramm entwickelt, das es ermöglicht, zukünftige Verbrechen vorauszusagen. Gemeinsam mit dem ehemaligen CIA-Agenten Reese der eigentlich für tot gehalten wird, schickt sich Mr. Finch an, diese Verbrechen zu verhindern. Die finanziellen und technischen Ressourcen des Milliardärs und die spezifischen Fähigkeiten und Kenntnisse des Geheimdienstagenten sind dabei eine ausgezeichnete Kombination.

Ich nehme es schon vorweg: Ich liebe Person of Interest! Da es meistens leichter ist, jemanden zu sagen, warum man etwas nicht mag, habe ich mich auch immer etwas gedrückt, sie als nächstes auf meine Seite aufzunehmen. Die Serie ist gar nicht super spannend, oder hat den größten Cast, auch das Thema ist jetzt keine Innovation, aber(!) sie hat von allem etwas und nutzt es gekonnt aus. Alleine Michael Emerson reicht mir schon, um mir eine Serie anzuschauen (das war natürlich auch mein Einstieg) und Stück für Stück merkt man, dass auch die weiteren Protagonisten wirklich solide funktionieren. Reese und Finch könnten unterschiedlich ja gar nicht sein, und das macht am Anfang wirklich Spaß zu schauen. Nach und nach wird man dann in das Thema eingeführt und aus Action wird Thriller. Die ganze Umsetzung der Serie ist wirklich schön gemacht. Die einzelnen Kameraaufnahmen, zwischen den Szenen, die Interaktion mit der Maschine und auch die Flashbacks bilden ein gutes Gerüst, was der Verlauf der Serie zu einem wirklich guten Hochaus ausbaut. Spätestens am Ende der ersten Staffel, wo Amy Acker auftaucht, wollte ich nicht mehr, dass Person of Interest irgendwann aufhört.

Die Haupthandlung erlaubt der Serie eigentlich, jede Folge in sich stehen zu lassen, wird natürlich auf Dauer dann irgendwann langweilig. Daher baut sich irgendwann ein roter Faden auf, der sich durch die einzelnen Episoden zieht. Dieser Faden wird von Staffel zu Staffel mehr zu einem kleinen Wollknäuel. Und sich anzuschauen, wie dieses Wirrwarr auseinandergefriemelt wird und irgendwann wieder zusammenfindet, mach wirklich richtig viel Spaß. Es gibt traurige Momente, spannende Momente, Überraschungen, Witz, Charme und wirklich sympathische Darsteller. Das kombiniert mit einer recht modernen Thematik und guten Effekten macht Person of Interest zu einer Serie, die sich zwischen dem Strom der anderen versteckt. Sie wird sicherlich nicht nachhallen, aber man sollte sie dennoch gesehen haben, denn gute Unterhaltung findet man heutzutage wirklich nicht so oft. Außerdem fliegt auch viel in die Luft!

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