Der abhängige Serienblog

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Mindhunter (2017–)
60 min|Crime, Drama, Thriller|13 Oct 2017
8.8Bewertung: 8.8 / 10 von 29,403 Nutzern
Ein Agent einer FBI-Einheit für Serienverbrecher entwickelt bei der Jagd auf berüchtigte Serienmörder und Vergewaltiger komplexe Profiling-Techniken.

Wenn ich von Mindhunter spreche, dann meine ich nicht den fast gleichnamigen Film „Mindhunters“ mit LL Cool J aus dem Jahre 2004, sondern die heiße neue Netflix Serie von David Fincher. Diese Serie basiert auf dem Buch „Mindhunter: Inside the FBI’s Elite Serial Crime Unit“ von John E. Douglas und Mark Ölshaker und behandelt zwei FBI-Agenten, die sich auf Verhaltenspsychologie spezialisiert haben, besonders interessiert sind Sie an sogenannten „Sequence-Killer“. Denn das Wort „Serial-Killer“ gab es damals noch nicht.

“We’re engaged in a study funded by the Law Enforcement Assistance Administration and the National Institute of Justice to interview criminals convicted of violent crimes, classify their behavior, and create a profiling manual for domestic law enforcement.” (Mindhunter, S01E09)

Mindhunter erzählt die Geschichte von den beiden FBI Agenten Ford (Jonathan Groff) und Tench (Holt McCallany), die sich zur Aufgabe gemacht haben, mehr über die Psyche und Bewegründe von Serienmördern herauszufinden. Während Sie durch Amerika fahren und der örtlichen Polizei Methoden des FBIs lehren, nutzen Sie auch die Chance um Interviews mit inhaftierten „Sequence-Killer“ zu führen und seltsame Morde aufzuklären. Sie werden später von der Verhaltenspsychologin Dr. Carr (Anna Torv) unterstützt, die aus den Interviewreihen eine repräsentative Statistik erarbeiten möchte. Ihr Büro ist übrigens im Keller und keiner vom FBI nimmt sie wirklich ernst.

Da Mindhunter zur Zeit bei mir noch läuft und mir ein paar Folgen zum Finale fehlen, gibt es hier nur einen kurze Sehempfehlung, denn Mindhunter is mal wieder ne richtig schöne Serie. Nicht nur, dass Sie sehr gut inszeniert ist, sondern sie ist einfach wahnsinnig interessant. Viele Krimiserien schmücken sich mit einer sehr spannenden Handlung, damit der Zuschauer am Ball bleibt, aber das braucht Mindhunter nicht, denn die Thematik und die Umsetzung zwingt einem fast zum Durchsuchten. Natürlich gibt es auch spannende Elemente und die Story baut sich nach und nach auf, aber der eigentliche Träger der Serie sind die Gespräche und Analysen der Interviews mit Mördern. Wahnsinnig gute Mono- und Dialoge, eine tolle Chemie zwischen den Charakteren und ein düsterer Unterton, der sich während der gesamten Serie durchzieht macht Mindhunter zu einer makaberen Stammtischrunde mit interessanten Ansätzen und einer erfrischenden Erzählweise.

Also unbedingt mal reinschauen, ich bin selbst auch gespannt, was zum Ende noch so kommt, aber bisher will ich auf jeden Fall nicht aufhören zu schauen und hoffe, dass eine zweite Staffel sicher ist.