Der abhängige Serienblog

67 − = 60

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Taboo (2017–)
59 min|Drama, Mystery, Thriller|10 Jan 2017
8.6Bewertung: 8.6 / 10 von 76,639 Nutzern
London 1814: James Keziah Delaney kehrt nach einem 10-jährigen Aufenthalt in Afrika nach London zurück. Dort will er das Erbe seines Vaters antreten, allerdings wird er selbst längst für tot gehalten und um das Erbe wird erbittert gekämpft. Zudem ranken sich jede Menge Mythen um seine Rückkehr und so muss er sich scheinbar übermächtigen Gegnern stellen, um seinen eigenen Kopf zu retten ...

Wenn Tom Hardy und Steven Knight zusammen eine Serie produzieren, dann ist es ja schon fast Pflicht diese auch zu schauen. Spätestens aber nach dem Trailer war ich erst einmal hooked. Taboo spielt in England im 19. Jahrhundert und behandelt die Geschichte von James Delaney, der nach langer Abwesenheit zurück in seine Heimat kehrt um sein rechtmäßiges Erbe anzutreten – ein Stück Land in Amerika. Dieses Stück Land ist allerdings ziemlich wertvoll – für die englische Krone, die East India Trading Company und Amerika. Es ist also klar, dass er auf einige Probleme stoßen wird.

Nun klingt die Prämisse vorerst nicht sonderlich spannend und auch irgendwie schon ab und zu mal durchgekaut – aber Taboo bringt zusätzlich noch eine mystische Note auf den Bildschirm, denn James Delaney scheint entweder verrückt zu sein oder wirklich magische Fähigkeiten zu besitzen. Ich habe die Serie zusammen mit einem Freund geschaut, der ab der ersten Folge darauf wartete, dass plötzlich aus der eigentlich recht politischen und geradlinigen Geschichte, eine düstere und blutige Zauberschlacht wird – Pustekuchen. Obwohl seltsame Dinge vor sich gehen, die man nicht wirklich rafft, bleibt Taboo völlig korrekt und schert nur manchmal aus der am Ende recht simplen Geschichte aus. Da hilft es auch nicht, dass alles völlig dramatisiert wird. Ob der Gang zur Wohnung, die Bitte ein Bett zurecht zu machen oder der Schlenker über den Markt – alles wird mit schwerer Musik untermalt und so in Szene gesetzt, dass man denken könnte, gleich gibt es hier eine rote Hochzeit. Aber auch das alles ist nur heiße Luft. Rein die Geschichte wird von Folge zu Folge interessanter und endet mit einem recht guten Finale – bei dem dann endlich die Fäden zusammenkommen.

Ich finde man hat hier den falschen Dingen zu viel Aufmerksamkeit und den interessanten Elementen zu wenig geschenkt. Taboo ist leider nichts besonderes – auch wenn Tom Hardy mitspielt. Aber Sie ist gut gemacht und ergibt ein solides Gesamtpaket. Nach einer Staffel schauen, werde ich auch die nächste mal anschmeißen und gucken, wie die Reise weitergeht. Wer Fan der historischen Zeitepoche ist, nur Tom Hardy heiß findet oder einfach mal was neues schauen will, der kann hier ohne Sorgen mal reinschauen. Ins DVD-Regal wird sie es bei mir aber nicht schaffen.

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