The Walking Dead (2010) // SERIOUS - Der abhängige Serienblog

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Es ist langsam an der Zeit, dass ich einer Serie widme, die in den letzten Jahren zum festen Bestandteil meines wöchentlichen Suchtrhytmus geworden ist: The Walking Dead. Ich hatte mir die erste Folge zwar schon einmal angeschaut, war aber zu wenig davon angetan, dass ich das fortführte. Nach einiger Zeit Stille wurde ich von einem guten Freund nochmal auf den Pfad gebracht, der Serie noch einmal eine Chance zu geben.

“Die ersten beiden Staffeln ziehen sich wirklich hin, aber ab der dritten geht es dann richtig los!”

Ich hörte immer wieder von The Walking Dead und wollte dem Hype eigentlich auch einmal auf den Grund gehen, aber einen Anstoß hatte ich noch gebraucht. Also fing ich erneut an und schaute diesmal weiter. Und tatsächlich, die erste Staffel ist recht zäh und ich hab mich schon durchquälen müssen. Aber damals wars halt so. Doch schon in der zweiten Staffel merkt man eine deutliche Entwicklung. Auch wenn viele die Farm verfluchen, ist sie für mich eine der Lieblingsstaffeln geworden. Nicht, dass die anderen schlechter sind, ganz im Gegenteil, eigentlich werden diese von Pause zu Pause besser. Dennoch hat die zweite ihren eigenen Charme, dem ich gerne auch einmal Zuspruch geben muss.

Das Phänomen Walking Dead ist leicht erklärt: Eine Serie über Zombies. Kaum eine Fantasiefigur kommt so häufig in Spielen, Serien und Filmen vor der Zombie. Aber kann eine Serie nur daraus bestehen, dass hungrige Tote staffelweise jagen und gejagt werden? Das klappt auf kurze Zeit sicherlich gut, aber auf Dauer wird es dann auch sehr eintönig. Gut, dass The Walking Dead das weiß und sich als Serie weiterentwickelt. Dieser Aspekt ist ein unglaublich wichtiger, warum die Serie mich überhaupt in Ihren Bann gezogen hat. Es gibt viele Arten von Serien: lustige, spannende, gruselige, dramatische oder interessante. Doch nur wenige Serien entwickeln sich selbst weiter. Mein Lieblingsbeispiel für eine gute Serie, die aber einfach auf der Stelle tritt, ist Game of Thrones. Beide Serien erlebten einen unglaublichen Hype in den letzten Jahren und beide basieren auf Vorlagen, die unterschiedlich umgesetzt werden. Natürlich bin ich mir bewusst, dass man Serien nicht untereinander vergleichen sollte, aber als Veranschaulichung nutzt das ziemlich gut.

Während Game of Thrones zwar spannend und dramatisch ist, geht es einfach nicht voran. Damit meine ich nicht die Story, sondern eher die Charaktere. Auch Lost ist zwar eine Charakterserie, aber die Protagonisten bleiben meist so, wie man sie kennt. Bei The Walking Dead hingegen, beeinflusst die Umwelt auch das Geschehen. Die Entwicklung der Charaktere und der Story verläuft nicht geradlinig, sondern nimmt immer wieder neue Wendungen ein. Das macht die Serie von Folge zu Folge spannender, und immer wenn man denkt, man weiß was als nächstes passiert, passiert es genau anders. Whatever is happening – is happening. Klar wird in der Serie auch viel damit gespielt und es gibt schon die ein oder andere Folge, die sich gar nicht ins große und ganze eingliedert, sondern einfach nur gewollt und nicht gekonnt ist. Das darf zwar passieren, macht aber nun manchmal dann auch keinen Spaß.

Durch die steigende Popularität der Serie wird auch das Budget größer und die Effekte sind jetzt schon Hollywood reif. The Walking Dead ist also eine gute Mischung aus Horror, Drama und Thriller, die einen unglaublich guten Einblick in eine Welt gibt, die so zwar nicht existiert, aber sehr gut zeigt, zu was der Mensch in der Lage ist, wenn es darum geht zu überleben.

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